| Rostseggenhalde |
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Blumen- und artenreiche Wiese, steile, eher ost- und nordexponierte Hänge an der oberen Waldgrenze. Viele Blumen, oft aber versteckt unter den lang herabhängenden Blättern der Rostsegge und einiger Gräser. Ökologie: Über kalkhaltigem Gestein mit beigemischtem Ton, dadurch gute Wasserversorgung. Meist ebenfalls an Steilhängen wie die Blaugrashalde. Häufig in Nordexposition, an Stellen mit passender Gesteinsunterlage und teilweise Austritten von «Bergschweiss» auch südexponiert. Verbreitung: In den Schweizer Kalkalpen verbreitet, im Bereich der Waldgrenze. Im Alpengarten: Vor allem an den steilen Osthängen, z. B. zwischen den Felsköpfen oberhalb des Rückweges. Hier wird regelmässig gemäht, um die vielen Grasblätter zu entfernen. Nutzung: Oft als Wildheumähder genutzt. Die Bestände sind bei der guten Wasserversorgung und dem Tongehalt des Bodens produktiv, so dass sich die Mahd lohnte. Heute teils nur noch von Liebhabern gepflegt, deshalb Tendenz zum Rückgang und zur "Vergandung". Der Teppich von Grasblättern kann dabei als Rutschbahn für die Lawinen dienen, deren Häufigkeit also steigern. Anderseits ist es auch möglich, dass der Schnee an den Gräsern festfriert und bei genügend dicker Schicht mitsamt der Grasnarbe abrutscht. Wichtige Arten deutsch: Rostsegge, Blaugras, Knäuelgras, Rotschwingel, Gelber Enzian, Rotklee, Braunklee, Gletscherlinse, Süssklee, blattreiches Läusekraut, grosse Bibernelle, Berg-Pippau. Wichtige Arten wissenschaftlich: Carex ferruginea, Sesleria caerulea, Dactylis glomerata, Festuca rubra, Gentiana lutea, Trifolium pratense, Trifolium badium, Astragalus frigidus, Hedysarum hedysaroides, Pedicularis foliosa, Pimpinella major, Crepis bocconei.
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